Regionale Wertschöpfung durch Windenergie

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In den vergangenen Tagen fand eine Einladung zu einer Informationsveranstaltung mit dem Thema Windenergie einen regen Zuspruch. Mehr als 120 interessierte Personen fanden den Weg zum Restaurant, das am Lüdinghausener Klutensee-Bad liegt.

Präsentiert wurden an diesem Tag die Chancen, die die Windenergie zu bieten hat. Der ausgewiesene Steuerberater Heinz Thier, tätig bei der landwirtschaftlichen Buchungsstelle Münster, nahm zum umfangreichen Thema des Abends Stellung.

Es ging dabei um den bäuerlichen Bürgerwindpark, beim dem es um selbst gemachte Windenergie und die regionale Wertschöpfung ging. Das ist allerdings ein Thema, wie selbst der Referent zugab, dass positive Stimmung als auch negative Stimmung verursachen würde.

Es war die Atomkatastrophe von Fukushima in Japan, die im letzten Jahr die Welt wieder ein Stück verändert hat. Dazu beigetragen hat außerdem, dass es fast zur gleichen Zeit zu einem Erlass hinsichtlich der Windenergie in Nordrhein-Westfalen gekommen ist. Dadurch kommt der Windenergie als regenerative Energie immer mehr Bedeutung zu.

Hinsichtlich der Nutzung von Windenergie sieht Herr Thier die Zukunft für den Kreis Coesfeld und Lüdinghausen in bäuerlichen Bürgerwindparks. Dort erfolgt eine erhebliche regenerative Produktion von Energie, die in der Region benötigt wird. Damit bliebe zugleich die Wertschöpfung in der Region. Profitieren könnten dabei Bürger, das Gewerbe, das Handwerk und die Eigentümer von Grundstücken. Dabei käme es jetzt nicht darauf an, dass Grundstücksrechte veräußert werden sollten.

Vielmehr rückte der Referent den bäuerlichen Bürgerwindpark in den Mittelpunkt des Interesses. Dadurch würden vielmehr die Selbstinitiative hinsichtlich Planung und Bebauung gefragt. Gleichzeitig könnte vermieden werden, dass Grundstücke verpachtet werden. Um dieser Idee einen Schritt näher zu kommen, könnte ein Zusammenschluss zu einer Entwicklungs-GbR erfolgen. Es könnte dabei die Beteiligung von Anwohnern, Unterstützern des Projektes und sämtlicher Eigentümer von Grundstücken erfolgen.

Natürlich muss dazu als erstes eine gründliche Sondierung erfolgen, welche Bereiche geeignet sind. Dabei gilt es unter anderem, dass die Grundsätze des Abstands eingehalten werden. Neben der anschließenden Verpflichtung des gemeinsamen Handelns folgt das Durchsetzen des Vorrangs als Windregion. Unter anderem hat der Referent seine Zuhörer auch dahingehend ermutigt, dass sie selbst bei der Entwicklung dieses Gedankens aktiv werden. Schließlich kann als wirtschaftlichste regenerative Gewinnung von Energie die Windenergie angesehen werden.