Ist Solar nach der Kürzung der Förderung immer noch so günstig?

Seit langem streiten sich die Parteien im Bundestag über die Förderung in der Solarbranche. Eine Einigung schien in weite Ferne zu rücken. Eine Arbeitsgruppe aller Fraktionen scheint nun die Lösung erarbeitet zu haben. Der Kompromiss zwischen Bund und Ländern wurde nun im Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag beschlossen.

Die Kürzung der Solarförderung milder als erwartet

Ehemaliger Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU), hatte noch drastische Kürzungen gefordert. Diese wurden jedoch vom Bundesrat mit deutlicher Zweidrittelmehrheit abgeschmettert. Der neue Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU), hatte die geplanten Maßnahmen deutlich entschärft und somit für einen Teilerfolg der Bundesregierung beigetragen. Das Ergebnis trifft insbesondere gewerbliche Anlagen wie z.B. größere Solarparks. Die Kürzungen für bei Dachanlagen wurden abgemildert. Es wurde eine Deckelung der Förderung von Solaranlagen bis zu 52 Gigawatt beschlossen.

Kritik ist vorprogrammiert

Kurz nach dem Beschluss durch die Bundesregierung, befürchten Experten bereits eine „Schlussinitiative“ von Investoren. Da die Fördergelder gedeckelt sind, könnte es zu kurzfristigen Investitionen von Privatleuten wie Unternehmen kommen. Zudem könnte nach Erreichen der Fördergrenze, der deutsche Markt mit chinesischen Billigkollektoren geflutet werden. Es wird befürchtet, dass Endverbraucher in Zukunft keinen Wert auf eine Heizung „Made in Germany“ legen werden.

KfW senkt Zinssätze für Kredite

Häuslebauer und Sanierer können ihr Eigenheim auch durch zinsgünstige Kredite der KfW-Bank umweltfreundlich errichten. Außer der Solartechnologie gibt es noch zahlreiche andere innovative Branchen, die z.T. viel effizienter umweltfreundliche Energie erzeugen. Zu den geförderten Technologien der KfW-Bank zählen insbesondere Strom aus Sonne, Wind und Wasser. Aber auch hochinnovative, rasant wachsende Geschäftsfelder wie Biogas, Wärmepumpen und Tiefengeothermie werden gefördert. Ab 2. Juli 2012 können die Förderkredite mit einem Sollzinssatz ab 1% p.a. abgerufen werden. Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert entsprechende Maßnahmen. Das Marktanreizprogramm des Bundesamts kann insbesondere von Privatpersonen und Kleinbetrieben in Anspruch genommen werden.

Die Attraktivität anderer Energien nimmt deutlich zu

Neben der Solarenergie, gibt es mittlerweile deutlich attraktivere Möglichkeiten seine Heizung mit erneuerbaren Energien zu betreiben. Auch andere Technologien werden mittlerweile durch besonders günstige Kredite gefördert. Da nach wie vor die Solarbranche nur rund vier Prozent zum derzeitigen Energiemix beiträgt und die Förderkürzungen, insbesondere für Privatleute, abgemildert wurden, wird der Bau einer umweltfreundlichen Heizung auch für Privatleute attraktiv bleiben.